Membrantechnik für Prozesswasser

Warum Ressourcen verschwenden?

Gewinnen Sie Wasser und Produkte direkt am Entstehungsort zurück.

Zahlen Sie nicht doppelt – einmal für Rohstoffe und noch einmal für die Entsorgung. Prozesswasser ist kein Endpunkt, sondern der Ausgangspunkt für Rückgewinnung: Es entsteht im Prozess, wird vor Ort aufgetrennt und als nutzbares Produkt wieder eingesetzt.

Point-of-Use-Rückgewinnung statt End-of-Pipe-Denken
Vom Prozesswasser zum Produkt

Rückgewinnung direkt dort, wo Wertstoffe entstehen

Die Logik ist einfach: behandeln, bevor Verdünnung und Vermischung die Trennbarkeit verschlechtern. So bleiben Stoffströme definiert, wertvoll und technisch besser nutzbar.

Entstehung Prozesswasser

Prozesswasser entsteht beim Waschen von Zitrusfrüchten

Prozesswasser entsteht in einzelnen Produktionsschritten und enthält noch definierte, produktspezifische Inhaltsstoffe. Es sollte direkt behandelt werden, bevor es durch Vermischung an Wert verliert.

Rückgewinnung mit Membranen

Konzentrat aus Prozesswasser für den Transport vorbereitet

Membransysteme trennen Wasser und Wertstoffe direkt am Entstehungsort. Es entstehen wiederverwendbares Wasser und konzentrierte Stoffströme, die stabil und transportfähig sind.

Verwendung der Inhaltsstoffe

Wiederverwendung von Wertstoffen in der Lebensmittelproduktion

Die zurückgewonnenen Inhaltsstoffe werden aufbereitet und als Rohstoffe, Zutaten oder Substrate in anderen Prozessen wieder eingesetzt.

Point-of-Use Rückgewinnung

Die Point-of-Use-Rückgewinnung folgt einem klaren Prinzip: Prozessströme werden unmittelbar am Ort ihrer Entstehung behandelt, noch bevor Verdünnungseffekte oder Vermischungen mit anderen Medien die stoffliche Trennbarkeit reduzieren. Dadurch bleiben die relevanten Komponenten in definierten Konzentrationen erhalten und können selektiv separiert werden. Im Unterschied zu klassischen End-of-Pipe-Ansätzen, bei denen heterogene und stark verdünnte Abwässer zentral behandelt werden, ermöglicht dieser Ansatz eine deutlich höhere Trennschärfe und Prozesskontrolle.

Das aufbereitete Wasser wird anschliessend direkt in den Betriebsprozess zurückgeführt und substituiert Primärwasserbedarf. Das verbleibende Konzentrat stellt keinen Abfall im engeren Sinne dar, sondern einen gezielt angereicherten Stoffstrom, der einer weiteren Nutzung oder Verwertung zugeführt werden kann.

Insbesondere in Europa begünstigen strukturelle Faktoren die Umsetzung solcher Konzepte: eine hohe räumliche Industriedichte, vergleichsweise kurze Transportdistanzen sowie ein regulatorisches Umfeld, das die Kreislaufführung von Ressourcen und die Nutzung von Sekundärrohstoffen zunehmend fördert.

Nachhaltige Prozesswasserlösungen

Modulare Point-of-Use Systeme

Messinger Engineering beschäftigt sich intensiv mit der Entwicklung von Point-of-Use-Systemen zur dezentralen Wasseraufbereitung direkt am Ort des Entstehens. Ziel ist es, Prozesswasserströme unmittelbar in nutzbare Qualitäten zu überführen und ohne Umwege wieder in den Produktionsprozess zu integrieren.

Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit verfolgt Messinger Engineering einen konsequent ressourcenorientierten Ansatz: Wasserströme werden nicht als Abfall betrachtet, sondern als funktionaler Bestandteil des Produktionssystems. Durch Point-of-Use-Aufbereitung und gezielte Rückführung werden sie in geeigneter Qualität im Kreislauf gehalten und tragen so zur signifikanten Reduktion des Frischwasserbedarfs sowie zur Effizienzsteigerung entlang der gesamten Prozesskette bei.

Die Aufbereitung direkt am Entstehungsort führt gleichzeitig zur Bildung konzentrierter Nebenströme. Diese können – abhängig von ihrer stofflichen Zusammensetzung – gezielt einer stofflichen oder energetischen Verwertung zugeführt werden. Anstelle stark verdünnter Abwässer entstehen damit definierte Konzentrate, die als Sekundärrohstoffe nutzbar gemacht werden können.

Durch den dezentralen Point-of-Use-Ansatz verbindet Messinger Engineering hohe verfahrenstechnische Effizienz mit den Anforderungen an eine zunehmend zirkuläre und ressourcenschonende Lebensmittelproduktion.

Im Fokus stehen modulare, skalierbare und direkt integrierbare Membransysteme, die Frischwasserverbrauch, Abwassermengen und Energiebedarf signifikant reduzieren – bei gleichzeitiger Einhaltung strenger Hygiene- und Qualitätsanforderungen.

Aktuell entwickelt Messinger Engineering entsprechende Module mit dem Ziel, eine nahtlose Integration in bestehende Produktionsprozesse zu ermöglichen, Prozessstabilität zu erhöhen und reproduzierbare Wasserqualitäten direkt am Einsatzort sicherzustellen.

Potenziale für Ihren Standort evaluieren
Studie Prozesswasser

Konzeptstudie einer modularen Recovery-Unit

Trennen, Konzentrieren, Verwerten

Schritt 1: Trennen
Schritt 2: Konzentrieren
Schritt 3: Verwerten

Prozesswasser ist kein Abfall, sondern ein bislang ungenutzter Wertstrom. Membransysteme trennen Wasser und Wertstoffe direkt am Entstehungsort, konzentrieren diese zu nutzbaren Strömen und ermöglichen deren Wiederverwendung oder Vermarktung.

Schritt 1

Trennen

Trennung von Prozesswasser mittels Membranfiltration

Rückgewinnung von Wasser direkt im Prozess mittels Membranfiltration – vor Verdünnung oder Einleitung.

Schritt 2

Konzentrieren

Konzentrierung von Proteinen, Zuckern und Fetten

Aufkonzentrierung von Proteinen, Zuckern und Fetten zu definierten, verwertbaren Produktströmen.

Schritt 3

Verwerten

Wiederverwendung von Wertstoffen als Rohstoffe

Interne Wiederverwendung oder externe Nutzung als Rohstoffe – aus Nebenströmen werden Wertströme.

Rückgewinnungspotenziale erschliessen

Lassen Sie uns prüfen, welche Wasser- und Wertstoffströme an Ihrem Standort technisch und wirtschaftlich nutzbar sind.

Wann sich Trennung am Entstehungsort lohnt

Prozesswasser aufarbeiten statt Abwasser behandeln

PoU heisst: trennen und aufbereiten dort, wo es entsteht – etwa bei Waschprozessen, Spülprozessen, Molke, Rücklauf-CIP oder produktnahen Teilströmen.

  • Weniger Volumen muss behandelt werden – das senkt den Anlagenaufwand pro m³.
  • Höhere Konzentrationen verbessern die Wirksamkeit der Trennprozesse.
  • Vermischung von gut behandelbaren mit schwierig behandelbaren Strömen wird vermieden.
  • Wertstoffe wie Produktreste, Zucker, Proteine und Fette können zurückgewonnen werden.
  • Die End-of-Pipe-Anlage wird kleiner – CAPEX und OPEX sinken.
Digitale Kreislaufwirtschaft

Auf dem Weg zu einer digitalen Plattform für Wertstoffe aus Prozesswasserströmen in Europa

Prozesswasser Kreislauf Europa

Es liegt auf der Hand, wohin sich ein Modell für die Kreislaufwirtschaft in der europäischen Lebensmittelindustrie hin entwickeln könnte: Prozesswässer mit messbarer Zusammensetzung werden zu planbaren Stoffströmen – und damit zu Ressourcen.


Warum diese Vision naheliegend ist

Überall entstehen Prozesswässer mit klar definierten Molekülen und wertvollen Inhaltsstoffen. Gleichzeitig wächst der Druck, Ressourcen effizienter zu nutzen und Stoffströme transparent zu machen. Die Vision eines digitalen Kreislaufsystems ist deshalb kein ferner Zukunftsgedanke – sie ergibt sich logisch aus Technologie, Marktmechanismen und regulatorischem Umfeld.

So könnte das System funktionieren

Lebensmittelbetriebe erfassen künftig die Zusammensetzung ihrer Prozesswässer auf einer gemeinsamen Plattform. Molekülprofile, Konzentrationen, pH-Werte, Temperatur, Mengenströme und zeitliche Verfügbarkeit werden strukturiert hinterlegt. So werden bislang unsichtbare Nebenströme als standardisierte Datensätze sichtbar.

Ein intelligenter Analyse-Agent verarbeitet diese Informationen in Echtzeit. Er berechnet, welche Kombination aus Membrantechnik, Eindampfung, Destillation oder Chromatographie technisch sinnvoll ist. Daraus entstehen simulationsgestützte Prozessketten mit ausgewiesenen Reinheiten, Ausbeuten und Energiebedarfen.

Von Technik zu Wertschöpfung

Der Agent bewertet nicht nur die Trenntechnik, sondern auch Marktpotenziale, Transportdistanzen und wirtschaftliche Machbarkeit. Aus einem lokalen Prozesswasserstrom wird ein quantifizierbares Bulkprodukt mit Preisindikation. Was heute als „Abwasser“ gilt, wird morgen als digital gehandelte Ressource geführt.

Warum Europa dafür prädestiniert ist

Hohe Industriedichte, kurze Logistikwege und politischer Rückenwind für Kreislaufwirtschaft schaffen ideale Voraussetzungen. Sekundärrohstoffe können grenzüberschreitend genutzt und effizient verteilt werden. So entsteht ein europäisches Stoffstrom-Ökosystem: technisch fundiert, digital vernetzt und wirtschaftlich attraktiv.